Jagdhund

Bereits 300 Jahre vor Christus verfasste Xenophon, seines Zeichens ein Schüler Sokrates’ die „Kynergetikos“. Diese ist die älteste Abhandlung zur Zucht der Jagdhunde und über 2300 Jahre alt. Jedoch war die Jagd bis ins späte 19. Jahrhundert nur den Grundherrschern gestattet und somit dem gemeinen Volke verwehrt. Mittlerweile ist das natürlich nicht mehr der Fall und auch das gemeine Volk darf mit einem Jagdschein auf die Jagd gehen. Hierfür ist der Hund der ideale Begleiter. Offiziell wird vom Jagdgebrauchshundverband, dem JGHV, zwischen sechs verschieden Arten unterschieden.

Jagdhund Titelbild

Schweißhunde – Schweiß, so wird Blut im Jagdjargon genannt – wittern verletztes Wild und stellen es letztlich. Stöberhunde suchen Wild und treiben es in die Richtung des Jägers. Erdhunde machen Kleinwild wie Dachse im Bau ausfindig. Vorstehhunde zeigen das aufgespürte Wild lautlos an. Apportierhunde bringen das erlegte Tier zum Jäger. Und jagende Hunde verfolgen das aufgestöberte Wild. Daher gibt es für jeden Jagdhund verschiedene Einsatzbereiche.

Bei der Waldjagd werden beispielsweise Stöberhunde, jagende Hunde und Vorstehhunde verwendet. Hierzu zählen unter anderem Deutsche Wachtelhunde. Bei der Wasserjagd wiederum werden offensichtlich Hunde genutzt, die ohnehin gerne im Wasser herumtollen. Dazu eignen sich zum Beispiel Apportierhunde wie Cocker Spaniel sehr gut. Jedoch benötigt jeder Hund dafür eine professionelle Ausbildung. Diese dauert circa vier Monate und bringt dem angehenden Jagdhund die Grundlagen wie Apportieren und Schussfestigkeit bei. Letzteres bedeutet, dass der Jagdhund beim Fallen des Schusses nicht in Panik gerät und wegrennt. Daher wird der Hund bereits früh in der Ausbildung Schusstönen ausgesetzt.

Hundegeschirre für Jagdhunde